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Ramadan 2026 – Grußwort des Vorsitzenden der Islamischen Religionsgemeinschaft NRW

Im Namen der Islamischen Religionsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen (IRG NRW) wünsche ich allen Musliminnen und Muslimen in Nordrhein-Westfalen, in Deutschland und weltweit einen gesegneten Ramadan.

Am Donnerstag, den 19. Februar 2026, beginnt der heilige Monat Ramadan – eine Zeit der Besinnung, der Barmherzigkeit und der spirituellen Erneuerung. Dieser gesegnete Monat lädt uns dazu ein, innezuhalten, unsere Herzen zu reinigen und unsere Beziehung zu Allah sowie zu unseren Mitmenschen bewusst zu stärken.

Der Ramadan ist weit mehr als der Verzicht auf Nahrung und Trinken von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Er ist eine Schule der Geduld, der Selbstdisziplin und der Dankbarkeit. Durch das Fasten lernen wir, unsere eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, Mitgefühl für Bedürftige zu entwickeln und unsere Verantwortung als Teil der Gemeinschaft wahrzunehmen. In Gebet, Koranrezitation und guten Taten suchen wir die Nähe zu Allah und bemühen uns um innere Läuterung.

Gerade in unserer vielfältigen Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen ist der Ramadan auch ein Monat des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Gemeinsame Iftar-Abende, Begegnungen in den Moscheen und der Dialog mit Nachbarn, Freunden und Kolleginnen und Kollegen schaffen Nähe und Vertrauen. Der Ramadan erinnert uns daran, dass gegenseitiger Respekt, Offenheit und Mitmenschlichkeit die Grundlage für ein friedliches Miteinander sind.

Als Musliminnen und Muslime tragen wir Verantwortung – für unsere Familien, unsere Gemeinden und für die Gesellschaft, in der wir leben. Der Ramadan ruft uns dazu auf, Brücken zu bauen, Vorurteile abzubauen und durch gutes Beispiel zu zeigen, wofür unser Glaube steht: Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe.

Ein zentrales Element dieses gesegneten Monats ist die Fürsorge für Bedürftige. Durch Zakat, Spenden und ehrenamtliches Engagement stärken wir den sozialen Zusammenhalt und setzen ein Zeichen der Solidarität. Wahre Größe zeigt sich im Geben, im Teilen und im aufrichtigen Einsatz für andere.

Ich bete zu Allah, dass Er unser Fasten, unsere Gebete und unsere guten Werke annimmt. Möge dieser Ramadan unsere Herzen mit Frieden erfüllen, unsere Gemeinschaft stärken und uns Kraft schenken, auch über diesen Monat hinaus verantwortungsvoll und mitfühlend zu handeln.

Ramadan Mubarak!

Yunus Semerci
Vorsitzender
Islamische Religionsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen

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