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Auf Einladung des Forums muslimische Zivilgesellschaft NRW nahm die Islamische Religionsgemeinschaft NRW (IRG NRW) am 1. Juli 2026, dem bundesweiten Tag gegen antimuslimischen Rassismus, an der Marwa-El-Sherbini-Preisverleihung 2026 in Krefeld teil.

Die Veranstaltung setzte ein starkes Zeichen gegen antimuslimischen Rassismus und für Demokratie, Menschenwürde sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam ein deutliches Signal gegen Diskriminierung und für eine offene, vielfältige Gesellschaft zu setzen.

Den Auftakt bildete die Vorführung des Films „UNCIVILIZED – Ein filmischer Blick auf antimuslimischen Rassismus“. Im Anschluss folgte die feierliche Verleihung des Marwa-El-Sherbini-Preises, mit dem herausragendes Engagement gegen antimuslimischen Rassismus gewürdigt wurde.

Zu den Mitwirkenden zählten unter anderem die Ministerin für Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Verena Schäffer, der Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, Frank Meyer, Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert sowie die Wissenschaftler Prof. Dr. Karim Fereidooni und Prof. Dr. Ömer Alkın. Durch das Programm führte die Moderatorin und Content Creatorin Büşra Sayed.

Ein besonderer Höhepunkt war die Podiumsdiskussion mit Khola Maryam Hübsch, Prof. Dr. Karim Fereidooni, Dr. Silvie Fiebig und Lutz Jäkel, die sich der Frage widmete, welche Verantwortung Politik, Institutionen, Medien und Gesellschaft im Umgang mit antimuslimischem Rassismus tragen. Ergänzt wurde das Programm durch einen Poetry-Slam-Beitrag der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterin Ayşe Irem sowie einen musikalischen Ausklang mit Wisāl al-Aḥibba, deren spirituelle Gesänge an die musikalischen Traditionen des Sufismus anknüpfen.

Im Rahmen der Preisverleihung wurden Persönlichkeiten sowie Vereine, Organisationen und Institutionen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise gegen antimuslimischen Rassismus sowie für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.

Die Islamische Religionsgemeinschaft NRW bedankt sich herzlich für die Einladung und die gelungene Veranstaltung. Der Tag hat eindrucksvoll verdeutlicht, wie wichtig das gemeinsame Engagement von Politik, Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften und Wissenschaft für den Schutz der Menschenwürde und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist.

Als Islamische Religionsgemeinschaft NRW werden wir uns auch weiterhin mit Nachdruck für Dialog, gegenseitigen Respekt, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den entschlossenen Einsatz gegen jede Form von Rassismus und Menschenfeindlichkeit einsetzen.

Die Islamische Religionsgemeinschaft NRW durfte kürzlich Vertreterinnen von MEDAR NRW zu einem gemeinsamen Austausch begrüßen. Das Treffen bot die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren, Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Perspektiven im Umgang mit antimuslimischem Rassismus zu entwickeln.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Themen antimuslimischer Rassismus, Antidiskriminierungsarbeit, die Dokumentation entsprechender Vorfälle sowie die Stärkung der Betroffenenperspektive. Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein kontinuierlicher Dialog zwischen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren ist, um Diskriminierung sichtbar zu machen, Betroffene zu stärken und nachhaltige Lösungsansätze zu fördern.

Der offene und vertrauensvolle Austausch war von gegenseitiger Wertschätzung geprägt und ermöglichte einen konstruktiven Einblick in die Arbeit und Erfahrungen beider Institutionen. Insbesondere die Bedeutung einer systematischen Dokumentation antimuslimischer Vorfälle sowie einer engen Vernetzung im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit wurde hervorgehoben.

Als Islamische Religionsgemeinschaft NRW sehen wir den kontinuierlichen Dialog mit Fachstellen und zivilgesellschaftlichen Partnern als wichtigen Beitrag für eine vielfältige, diskriminierungsfreie und demokratische Gesellschaft. Der Austausch mit MEDAR NRW hat wertvolle Impulse geliefert und die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen im Einsatz gegen antimuslimischen Rassismus unterstrichen.

Wir bedanken uns herzlich bei MEDAR NRW für den angenehmen und erkenntnisreichen Austausch sowie das entgegengebrachte Vertrauen. Wir freuen uns darauf, den Dialog auch künftig fortzusetzen und gemeinsam weitere Impulse für den Schutz vor Diskriminierung und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu setzen.

Die Islamische Religionsgemeinschaft NRW nahm auf Einladung an der Mitgliederversammlung des Städtetag Nordrhein-Westfalen in Oberhausen teil. Unter dem Leitmotiv „Handlungsfähige Städte jetzt! Für ein starkes NRW“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Politik, Verbänden, Religionsgemeinschaften und der Zivilgesellschaft zusammen, um über die Zukunft der Städte und die Herausforderungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu beraten. Rund 800 Delegierte und Gäste aus ganz Nordrhein-Westfalen nahmen an der Veranstaltung teil.

Ein besonderer Programmpunkt war die Rede des Ministerpräsidenten Hendrik Wüst. In seiner Ansprache betonte er die zentrale Rolle handlungsfähiger Städte und Gemeinden für die Zukunft Nordrhein-Westfalens und hob hervor, dass Zusammenhalt, Verlässlichkeit und gemeinsame Verantwortung entscheidend für die Stärke des Landes bleiben.

Für die Islamische Religionsgemeinschaft NRW bot die Teilnahme die Gelegenheit, Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen und Institutionen zu führen und den Austausch über gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teilhabe und das gemeinsame Engagement vor Ort zu vertiefen. Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft kommt dem Dialog zwischen staatlichen Akteuren, Kommunen und Religionsgemeinschaften eine besondere Bedeutung zu.

Wir danken dem Städtetag Nordrhein-Westfalen für die Einladung und freuen uns auf den weiteren Austausch im Interesse eines starken, solidarischen und zukunftsfähigen Nordrhein-Westfalens.

Das Opferfest erinnert an die tiefe Bedeutung von Glauben, Hingabe und Vertrauen in den Schöpfer – am Vorbild der Propheten Ibrahim (a) und Ismail (a). Es ist weit mehr als ein traditionelles Fest oder das Schlachten eines Tieres. Vielmehr ist das Kurban eine Ibâda – ein Ausdruck von Aufrichtigkeit, Gottesnähe und innerer Hingabe.

Im Koran heißt es: „Weder ihr Fleisch noch ihr Blut werden Allah erreichen, aber ihn erreicht die Gottesfurcht von euch.“ (Sure Hadsch, 22:37) Entscheidend ist daher nicht allein die äußere Handlung, sondern die Haltung des Herzens und die bewusste Hinwendung zu Allah.

Das Opferfest lädt zugleich zur Selbstreflexion ein und erinnert daran, bewusst darüber nachzudenken, was unserem Herzen wirklich wichtig ist. Beziehungen, Bindungen und Handlungen können uns dem Schöpfer näherbringen oder uns von ihm entfernen. Gleichzeitig macht das Fest deutlich, wie bedeutsam es ist, das eigene Leben an Werten wie Glauben, Vertrauen, Wissen, innerer Stärke und Barmherzigkeit auszurichten.

Zugleich steht das Opferfest für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Solidarität und Mitmenschlichkeit. Gerade in Nordrhein-Westfalen, wo Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kulturen und Religionen zusammenleben, sind gegenseitiger Respekt, Verantwortung füreinander und das Teilen mit Bedürftigen wichtige Grundlagen des Zusammenlebens. Das Opferfest erinnert daran, wie bedeutend Fürsorge, Empathie und soziale Verantwortung für eine starke und friedliche Gesellschaft sind.

Angesichts von Krieg, Armut und gesellschaftlichen Herausforderungen weltweit ruft das Opferfest dazu auf, Hoffnung zu schenken, Brücken zu bauen und Verantwortung für Mitmenschen zu übernehmen. Musliminnen und Muslime sind dazu aufgerufen, diese Werte im Alltag sichtbar werden zu lassen.

Wir wünschen allen Musliminnen und Muslimen weltweit, in Deutschland und insbesondere in Nordrhein-Westfalen ein gesegnetes und friedvolles Opferfest.

Îd mubarak – gesegnetes Opferfest.

Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş Rheinhausen e. V. durfte kürzlich den Verband Bildung und Erziehung (VBE) Landesverband NRW e. V. in ihren Gemeinderäumen herzlich willkommen heißen. Die Begegnung bot eine wertvolle Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen, zum offenen Austausch sowie zur Vermittlung eines authentischen Einblicks in das vielfältige Gemeindeleben vor Ort.

Führung durch die Moschee und spannende Einblicke 

Im Rahmen des Besuchs erhielten die Gäste zunächst eine ausführliche Führung durch die Moschee. Dabei wurden nicht nur die Räumlichkeiten vorgestellt, sondern auch die religiöse, kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung einer Moschee näher erläutert. Besonders erfreulich war das große Interesse der Besucherinnen und Besucher, die sich mit zahlreichen Fragen aktiv am Austausch beteiligten. Themen wie das Gebet, die Architektur der Moschee, Gemeindestrukturen sowie das alltägliche Leben muslimischer Gemeinschaften konnten in einer offenen und angenehmen Atmosphäre besprochen werden.

Vielfältige Gemeindearbeit im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt des Programms war die Vorstellung der Vision, Aufgaben und vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Gemeinde. Präsentiert wurden unter anderem Bildungsangebote, Jugend- und Frauenarbeit, soziale Aktivitäten, interkulturelle Begegnungen sowie das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Gemeindemitglieder. Ziel war es, den Gästen einen authentischen Einblick in die Organisation der Gemeinde, ihre Werte sowie ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben zu vermitteln.

Gemeinsam Brücken bauen 

Im Mittelpunkt der Begegnung stand insbesondere der persönliche Austausch. Die Gespräche waren geprägt von Offenheit, gegenseitigem Respekt und ehrlichem Interesse. Durch den lebendigen Dialog konnten wichtige Impulse für gegenseitiges Verständnis gesetzt sowie Brücken zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen gestärkt werden.

Die Islamische Religionsgemeinschaft NRW bedankt sich herzlich beim Verband Bildung und Erziehung (VBE) Landesverband NRW e. V. für den Besuch, das entgegengebrachte Interesse und den wertschätzenden Austausch. Ebenso gilt der Dank allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Gemeinde, die durch ihre Unterstützung, Vorbereitung und Gastfreundschaft zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

Die zur Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş gehörende IGMG Finnentrop Ayasofya Moschee wurde beim Wettbewerb „Nachhaltigkeit bei Vereinsveranstaltungen“ im Kreis Olpe ausgezeichnet. Das auch als FINEM bekannte Bildungszentrum erhielt die Auszeichnung für sein besonderes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.

Der Wettbewerb wurde von der Klimaagentur des Kreises Olpe organisiert. Bewertet wurden umweltfreundliche und ressourcenschonende Veranstaltungskonzepte. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von knapp 5.000 Euro an 13 Projekte vergeben, die mit innovativen Ideen zur nachhaltigen Veranstaltungsorganisation überzeugten.

Umweltfreundliches Iftar-Programm überzeugte die Jury

Besonders überzeugen konnte das FINEM Bildungszentrum mit seinem nachhaltigen Konzept beim institutionellen Iftar-Programm während des vergangenen Ramadan. Unter rund 30 eingereichten Projekten schaffte es FINEM unter die zehn besten Projekte.

Als einziger muslimischer Verein im Wettbewerb erhielt das FINEM Bildungszentrum neben einer Plakette auch ein Preisgeld.

Die Preisverleihung fand am 8. März 2026 im Rahmen der KLIMA MESSE in der Stadthalle Attendorn statt. Teilnahmeberechtigt waren ausschließlich gemeinnützige Vereine und Initiativen aus dem Kreis Olpe.

@ Klimaagentur im Kreis Olpe e.V.

Im Rahmen der Messe würdigte der 1. Vorsitzende der Klimaagentur, Uli Berghof, die eingereichten nachhaltigen Vereinsveranstaltungen und überreichte die Preisgelder an die ausgezeichneten Vereine und Initiativen.

„Unser Glaube lehrt uns auch, die Natur zu schützen“

Der Vereinsvorsitzende Ramazan Olmaz betonte nach der Preisverleihung, dass Umweltbewusstsein ein wichtiger Bestandteil des Islam sei.

„Unser Glaube lehrt uns nicht nur das Gebet, sondern auch den Schutz der uns anvertrauten Natur, den respektvollen Umgang mit der Umwelt und die Vermeidung von Verschwendung“, erklärte Olmaz.

Weiter sagte er: „Dass die Arbeit unseres Vereins bei einer offiziellen Veranstaltung mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft gewürdigt wurde, hat uns sehr gefreut. Auch in Zukunft werden wir Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen.“

Nach Angaben des Vereins habe auch der Landrat des Kreises Olpe während der Veranstaltung lobende Worte über den FINEM-Campus gefunden.

Wie sinnvoll ist ein Serious Game wie „Wer ist Bilal?“ zur Prävention von Islamismus?

1. Gegenstand der Arbeit

Gegenstand der vorliegenden Expertise ist das Serious Game Wer ist Bilal?. Dabei handelt es sich um ein digitales Lernspiel, das im Kontext der politischen Bildung sowie der Präventionsarbeit gegen islamistischen Extremismus eingesetzt wird. Das Spiel richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene und thematisiert Prozesse der Radikalisierung im Umfeld islamistischer Ideologien.

Im Zentrum des Spiels steht die interaktive Auseinandersetzung mit einer fiktiven Handlung, in der die Spielenden in unterschiedliche Situationen versetzt werden und durch eigene Entscheidungen den Verlauf der Geschichte beeinflussen können. Dadurch wird eine spielerische Annäherung an komplexe soziale und psychologische Dynamiken ermöglicht. Insbesondere sollen Mechanismen der Anwerbung, der Gruppenzugehörigkeit sowie der ideologischen Einflussnahme nachvollziehbar gemacht werden.

Das Serious Game verbindet narrative und spielmechanische Elemente mit didaktischen Zielsetzungen. Es soll ein Problembewusstsein für Risiken extremistischer Radikalisierungsprozesse schaffen und die Reflexionsfähigkeit der Spielenden im Umgang mit entsprechenden Kommunikations- und Rekrutierungsstrategien stärken. Durch seine interaktive Struktur eröffnet es einen niedrigschwelligen Zugang zu einem gesellschaftlich sensiblen Thema, der sowohl kognitive als auch emotionale Lernprozesse anregen soll.

Entwickelt wurde das Spiel im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren aus den Bereichen politische Bildung, Medienpädagogik und Extremismusprävention. Es wird im schulischen sowie außerschulischen Bildungsbereich eingesetzt und ist Teil verschiedener präventiver Bildungsangebote zur Förderung von Medienkompetenz und Demokratiebewusstsein.

2. Ausgangsfrage der Expertise

Im Zentrum der vorliegenden Analyse steht die Frage, inwiefern ein Serious Game wie Wer ist Bilal? zur Prävention von Islamismus tatsächlich geeignet ist.

Serious Games gelten grundsätzlich als innovatives Instrument politischer Bildung, da sie komplexe Inhalte interaktiv vermitteln und insbesondere junge Menschen niedrigschwellig erreichen können. Auch in der Extremismusprävention wird ihnen ein erhebliches Potenzial zugeschrieben. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Forschung, dass ihre Wirksamkeit entscheidend davon abhängt, ob sie Radikalisierungsprozesse differenziert, empirisch fundiert und diskriminierungssensibel abbilden.

Vor diesem Hintergrund untersucht die Expertise zentrale konzeptionelle Annahmen des Spiels sowie mögliche pädagogische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Implikationen.

3. Zentrale Ergebnisse der Analyse (Kurzfassung)

Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass Serious Games zwar grundsätzlich einen sinnvollen Beitrag zur Präventionsarbeit leisten können, im konkreten Fall jedoch mehrere problematische Aspekte sichtbar werden:

  • Radikalisierung wird im Spiel tendenziell als linearer und vorgezeichneter Prozess dargestellt, obwohl Forschung klar auf die Offenheit und Vielschichtigkeit solcher Entwicklungen verweist.
  • Die Darstellung vermeintlicher „Indikatoren“ für Radikalisierung birgt das Risiko einer verkürzten Checklisten-Logik, die wissenschaftlich nicht haltbar ist.
  • Es besteht die Gefahr einer unbeabsichtigten Stigmatisierung muslimischer Lebensrealitäten durch problemzentrierte Zuschreibungen.
  • Religiöse Praxis wird teilweise in sicherheitslogische Deutungsmuster eingebettet, wodurch differenzierte Alltagsrealitäten unsichtbar werden können.
  • Eine ausreichende pädagogische Einbettung und Reflexion ist entscheidend, um vereinfachende Deutungen zu vermeiden.

Insgesamt zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen präventivem Anspruch und konzeptioneller Umsetzung.

4. Fazit

Serious Games können ein sinnvolles Instrument der Extremismusprävention sein – jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Sie müssen komplexe soziale Prozesse angemessen abbilden, diskriminierungssensibel gestaltet sein und in pädagogische Kontexte eingebettet werden.

Im Fall von Wer ist Bilal? zeigen sich konzeptionelle Grenzen, insbesondere durch vereinfachende Darstellungen und eine tendenziell deterministische Struktur.

Damit wird deutlich: Prävention ist nur dann wirksam, wenn sie Differenzierung ermöglicht und keine verkürzten Deutungsmuster reproduziert. Andernfalls besteht die Gefahr, dass gut gemeinte Ansätze unbeabsichtigte kontraproduktive Effekte entfalten.

Vollständige Expertise zum Download.

Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes übermittelt die Islamische Religionsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen allen christlichen Partnerinnen und Partnern sowie den Gemeinden ihre herzlichen Grüße.

Ostern ist das zentrale Fest des christlichen Glaubens. Es steht für Hoffnung, Erneuerung und das Vertrauen darauf, dass das Leben stärker ist als der Tod. Diese Botschaft von Zuversicht und Neubeginn berührt auch Menschen anderer Glaubenstraditionen und lädt dazu ein, über gemeinsame Werte wie Mitmenschlichkeit, Vertrauen und Hoffnung nachzudenken.

Gerade in einer Zeit vielfältiger gesellschaftlicher Herausforderungen sind solche Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts besonders wichtig. Der interreligiöse Dialog und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen unseren Gemeinschaften haben für uns einen hohen Stellenwert. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu gegenseitigem Verständnis und zu einem friedlichen Miteinander in unserer Gesellschaft.

Wir wünschen allen Christinnen und Christen ein geruhsames und frohes Osterfest, schöne Tage im Kreise ihrer Familien sowie Kraft und Zuversicht aus dem Glauben.

Islamische Religionsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen 

Am 22.03.2026 durften wir Teil eines besonderen Tages auf Schloss Drachenburg sein: Beim Ramadanfest kamen Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammen, um Begegnung zu ermöglichen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gelebte Vielfalt sichtbar zu machen.

Als islamische Religionsgemeinschaften in NRW waren wir Teil des Programms und hatten die Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen sowie Vorträge zum Islam anzubieten. Für uns stand dabei besonders der offene Austausch im Mittelpunkt – über Glauben, gesellschaftliches Zusammenleben und gemeinsame Perspektiven.

Unser Vorsitzender Yunus Semerci betonte:
„Wir als Islamische Religionsgemeinschaft NRW freuen uns sehr, heute hier auf Schloss Drachenburg eingeladen zu sein und gemeinsam das Ramadanfest zu feiern. Dieser besondere Ort macht Begegnungen möglich – Besucherinnen und Besucher aus ganz unterschiedlichen Kreisen, muslimisch und nicht-muslimisch, kommen zusammen.

Gerade solche Begegnungen sind es, die Dialog, Respekt und ein besseres Verständnis füreinander fördern. Vielfalt zeigt, wie stark Gemeinschaft sein kann.“

Diese Haltung spiegelte sich auch im Verlauf des Tages wider. Ein besonderer Moment war der Austausch mit dem Geschäftsführer der NRW-Stiftung, Stefan Ast. Die Gespräche haben verdeutlicht, wie wichtig Orte des Dialogs und der Begegnung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. Gerade dort, wo Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenkommen, entstehen Verständnis, Vertrauen und neue gemeinsame Impulse.

Das Ramadanfest auf Schloss Drachenburg stand damit nicht nur für das gemeinsame Feiern, sondern auch für Offenheit, gegenseitigen Respekt und die Überzeugung, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt durch Begegnung wächst.

Wir danken allen Beteiligten, Mitwirkenden und Besucherinnen und Besuchern für diesen gelungenen Tag und freuen uns auf weitere gemeinsame Impulse und Begegnungen.

Im Namen der Islamischen Religionsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen (IRG NRW) wünsche ich allen Musliminnen und Muslimen in Nordrhein-Westfalen, in Deutschland und weltweit einen gesegneten Ramadan.

Am Donnerstag, den 19. Februar 2026, beginnt der heilige Monat Ramadan – eine Zeit der Besinnung, der Barmherzigkeit und der spirituellen Erneuerung. Dieser gesegnete Monat lädt uns dazu ein, innezuhalten, unsere Herzen zu reinigen und unsere Beziehung zu Allah sowie zu unseren Mitmenschen bewusst zu stärken.

Der Ramadan ist weit mehr als der Verzicht auf Nahrung und Trinken von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Er ist eine Schule der Geduld, der Selbstdisziplin und der Dankbarkeit. Durch das Fasten lernen wir, unsere eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, Mitgefühl für Bedürftige zu entwickeln und unsere Verantwortung als Teil der Gemeinschaft wahrzunehmen. In Gebet, Koranrezitation und guten Taten suchen wir die Nähe zu Allah und bemühen uns um innere Läuterung.

Gerade in unserer vielfältigen Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen ist der Ramadan auch ein Monat des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Gemeinsame Iftar-Abende, Begegnungen in den Moscheen und der Dialog mit Nachbarn, Freunden und Kolleginnen und Kollegen schaffen Nähe und Vertrauen. Der Ramadan erinnert uns daran, dass gegenseitiger Respekt, Offenheit und Mitmenschlichkeit die Grundlage für ein friedliches Miteinander sind.

Als Musliminnen und Muslime tragen wir Verantwortung – für unsere Familien, unsere Gemeinden und für die Gesellschaft, in der wir leben. Der Ramadan ruft uns dazu auf, Brücken zu bauen, Vorurteile abzubauen und durch gutes Beispiel zu zeigen, wofür unser Glaube steht: Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe.

Ein zentrales Element dieses gesegneten Monats ist die Fürsorge für Bedürftige. Durch Zakat, Spenden und ehrenamtliches Engagement stärken wir den sozialen Zusammenhalt und setzen ein Zeichen der Solidarität. Wahre Größe zeigt sich im Geben, im Teilen und im aufrichtigen Einsatz für andere.

Ich bete zu Allah, dass Er unser Fasten, unsere Gebete und unsere guten Werke annimmt. Möge dieser Ramadan unsere Herzen mit Frieden erfüllen, unsere Gemeinschaft stärken und uns Kraft schenken, auch über diesen Monat hinaus verantwortungsvoll und mitfühlend zu handeln.

Ramadan Mubarak!

Yunus Semerci
Vorsitzender
Islamische Religionsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen